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Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM

Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM (Foto: Canon)Kurzbeschreibung:
Das 70-200mm ist ein Tele-Zoom mit hohen Ansprüchen und ausgezeichneter Qualität. Als Objektiv der L-Serie ist es vergütet und ist auch für den robusten Einsatz geeignet. Durch seine relativ hohe Lichtstärke von f/2.8 ist es auch für lichtwidrige Situationen und kreative Fotos prädestiniert.

Persönliche Bewertung:
Bildqualität: 9,5/10
Ausstattung: 8,5/10
Preis-Leistung: 6,5/10
Flexibilität: 7/10

Geeignet für:
Portrait, Low-Light, Sport, Natur

Weniger geeignet:
-

Technische Merkmale:

  • 2,8-fach Zoom
  • Offenblende f/2.8 über gesamte Brennweite
  • 4-Stufen-Optischer Bildstabilisator (IS, bis zu vier Blendenstufen längere Belichtungszeit)
  • Fluorit- und UD-Linsen
  • Ultraschall-Autofokus (USM)
  • Blende mit 8 Lamellen
  • Gegenlichtblende, abnehmbare Stativschelle und Objektivbeutel im Lieferumfang

Das 70-200mm f/2.8L II USM ist der Nachfolger des 70-200mm f/2.8L IS USM und ein sehr hochwertiges Tele-Zoom. Es ist für Vollformatkameras entworfen, bietet aber auch an Crop-Kameras hervorragende Dienste mit einem Brennweitenäquivalent von 112-320mm. Als Teleobjektiv mit leichter Telewirkung (70mm) bis mittlerem Tele (200mm) ist das Haupteinsatzgebiet nicht allzu sehr beschränkt und es kann gut im Sport, bei Portraits oder Veranstaltungen jedweder Art verwendet werden, bei dem man seine Motive etwas "heranholen" möchte. Auch die Tierfotografie ist möglich, allerdings nur bei relativ nahen Tieren (geringe Fluchtdistanzen oder im Zoo).

Das EF 70-200 f/2.8L II USM in seitlicher Ansicht. (Foto: Canon)Die Offenblende von f/2.8 ist schon ziemlich ordentlich und gerade für ein Zoomobjektiv schon eine sehr gute konstruktive Leistung. Dementsprechend ist die Lichtausbeute sehr gut und man hat auch für widrige Lichtverhältnisse zumindest ein paar Reserven. Einen sehr guten Eindruck machte dazu der Bildstabilisator, der tatsächlich bis zu vier Belichtungsstufen bei ruhiger Hand rausholen kann. Man kann also durchaus auch mit 1/15 Sekunde Belichtungszeit brauchbare Ergebnisse bei 200mm erzielen - kann ich aus eigener Erfahung bestätigen. Ein weiterer toller Effekt ist das weiche Bokeh, das insbesondere bei maximaler Telestellung und Offenblende entsteht und für Portraitfotografen ein Segen sein kann.

Der Ultraschallmotor (USM) arbeitet äußerst schnell und sehr zuverlässig. Seitdem ich mit dem 70-200er arbeite habe ich noch keine Enttäuschung erleben müssen. Bei früheren Test der "Chip Foto-Video" erhielt die Linse nur eine 67,5%-Wertung in der Kategorie "Autofokus". Kann ich bislang nicht nachvollziehen. Darüber hinaus ist der Fokusmotor angenehm leise und ist nur aus direkter Nähe etwas zu hören. Durch die innenliegende Bauart drehen sich aufgeschraubte Filter nicht mit. Das sollte in der Preislage aber auch Standard sein. Das manuelle Fokussieren erfolgt über einen gummierten Drehring, der sich leicht bewegen lässt, aber trotzdem sehr präzise stoppt. Gleiches gilt für den Zoomring. Die Länge des Objektives ändert sich nicht, ein Zoom-Lock ist nicht notwendig. Das Filtergewinde hat einen Durchmesser von 77mm, für die Filter muss (und sollte) man also etwas mehr Geld investieren.

Wie jedes andere L-Objektiv auch ist das 70-200er für höchste Ansprüche in Sachen Vergütung und Abbildungsfehleroptimierung gebaut worden. Dazu wurden eine Fluorit- und fünf UD-Linsen verbaut. Chromatische Abberation ist dadurch äußerst gering gehalten worden. Auch Verzeichnung und Schärfeverlust in Bildecken sind sehr begranzt. Die Randabschattung (Vignettierung) ist ebenfalls erfreulich gering. Die Auflösung ist fabelhaft und auf den Bildern erkennt man auch extrem feine Strukturen. Dafür darf man aber auch ziemlich tief in die Tasche greifen...

Das Objektiv hat ein Gewicht von 1490g, kommt mit 23 Linsen in 19 Gruppen daher und besitzt 8 Blendenlamellen. Bei einer Naheinstellgrenze von 1,2 Metern kommt das Tele nicht über einen Abbildungsmaßstab von max. 0,21 hinweg.

Geliefert wird das Objektiv in einem edlen, mit Leder verstärktem Stoffbeutel, Sonnenblende und der optionalen, drehbaren Stativschelle, die die Montage auf dem Stativ sowie das freie Drehen ins Hochformat möglich macht.
Der Preis liegt bei satten 2130 Euro (Stand: 17. Juni).


Weitere Infos gibt es auf:
http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/EF_Lenses/Telephoto_Zoom/EF_70-200mm_f2.8L_IS_II_USM/


Mein Fazit:
Das 70-200mm f/2.8L IS II USM ist ein Knaller, mit dem das Fotografieren richtig Spaß macht! Oft möchte man es als "Immerdrauf" einfach an der Kamera lassen. Die Offenblende in Kombination mit der Brennweite erzeugen ein wirklich schönes Bokeh, vor allem an einer Vollformatkamera. Die Brennweite deckt einen guten Telebereich ab. An einer APS-C-Kamera sind damit auch schon beeindruckende Nahaufnahmen von Tieren möglich (320mm KB-Äquivalent), auch wenn aber da schnell ein paar Grenzen erreicht sind. Fokus flott, Auflösung grandios. Einzig der Preis wird viele abschrecken...